Samojede
Auch bekannt als Samojedenspitz, Sammy. Ursprung: Russland. Steckbrief, rassetypische Gesundheitsrisiken und der passende Schutz.
- 17 – 30 kg
- Gewicht
- 12 – 14 Jahre
- Lebenserwartung
- Russland
- Ursprung
Steckbrief
Alle wichtigen Fakten zum Samojede
Rassemerkmale
9 Merkmale| Grösse | 50 – 60 cm |
|---|---|
| Gewicht | 17 – 30 kg |
| Lebenserwartung | 12 – 14 Jahre |
| Felltyp | Langhaar |
| Fellfarben | Weiss Creme Bisquit |
| Herkunft | Russland |
| Rassegruppe | FCI Gr. 5 · Spitze und Hunde vom Urtyp |
| Grössenklasse | Gross |
| Hypoallergen | Nein |
Geschichte & Herkunft
Der Samojede ist nach dem sibirischen Nomadenvolk der Samojeden (Nenzen) benannt, die diese Hunde seit Jahrtausenden als Schlitten-, Hüte- und Jagdhunde einsetzten. Die Hunde lebten eng mit den Familien zusammen und dienten auch als Wärmequelle. Britische Forscher brachten die Hunde Ende des 19. Jahrhunderts nach Europa. Das charakteristische 'Samojeden-Lächeln' entsteht durch die aufwärts gebogenen Mundwinkel.
Charakter & Verhalten
Was den Samojede ausmacht
Wesenszüge im Profil
- Exzessives Bellen und Heulen
- Trennungsangst und Verlassensangst
- Graben im Garten
- Zerstörungsverhalten bei Unterforderung
- Selbstständiges Handeln und selektives Gehör
- Regelmäßige ausgiebige Bewegung und Hundesport
- Positive Verstärkung und spielerisches Training
- Alleinebleiben langsam aufbauen
- Intensive Sozialisierung in den ersten Lebensmonaten
- Sprech- und Bellkommandos als Ablenkung nutzen
Gesundheit & Risiken
Rassespezifische Gesundheitsinfos
Wichtiger Hinweis
Der Samojede hat eine im Vergleich zu anderen Schlittenhunden gute Lebenserwartung. Die Rasse hat eine deutlich erhöhte Prävalenz für Diabetes mellitus und Hypothyreose. Das dichte weisse Fell kann Hautprobleme maskieren und erfordert regelmäßige Kontrolle. Akute Glaukome können plötzlich auftreten und sind ein ophthalmologischer Notfall.
Häufige Erkrankungen
| Krankheit | Risiko | Häufigkeit | Krankheitsbild öffnen |
|---|---|---|---|
| Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) | Hoch | 8 % | |
| Diabetes mellitus | Hoch | 6 % | |
| Hüftdysplasie | Mittel | 8 % | |
| Progressive Retinaatrophie (PRA) | Mittel | 4 % | |
| Katarakt (Grauer Star) | Mittel | 5 % | |
| Glaukom (Grüner Star) | Mittel | 3,5 % | |
| Atopische Dermatitis | Mittel | 5,5 % | |
| OhrenentzüNdung | Mittel | 6 % | |
| Arthrose (Osteoarthritis) | Mittel | 7 % | |
| Feline Epilepsie | Niedrig | 2 % |
Häufigste Todesursachen
- Krebs (22.0%)
- Diabetes/Komplikationen (10.0%)
- Herzerkrankungen (8.0%)
- Nierenerkrankungen (7.0%)
- Alter/natürlicher Tod (28.0%)
Empfohlene Vorsorge
- HD-Röntgen (vor Zucht, ab 12 Monate)
- Augenuntersuchung (ECVO, jährlich)
- PRA-Gentest (prcd-PRA und X-PRA)
- Schilddrüsenwerte (ab 3 Jahre jährlich)
- Blutzuckerkontrolle (ab 5 Jahre jährlich)
Tierarztkosten
Durchschnittliche jährliche Tierarztkosten
Genetik
Gendefekte und DNA-Tests
Bekannte Gendefekte
| Defekt | Trägerhäufigkeit | DNA-Test | Priorität |
|---|---|---|---|
| HN | 10 % | Ja | Hoch |
| PRA XLINKED | 8 % | Ja | Hoch |
| HD POLYGEN | 20 % | Nein | Hoch |
| DM | 10 % | Ja | Mittel |
| HYPOTHYREOSE | 15 % | Nein | Mittel |
Empfohlene DNA-Tests
Genetische Diversität
Hereditäre Nephritis (Alport-Syndrom) ist X-chromosomal vererbbar und betrifft männliche Tiere schwerer. Trägerinnen sollten identifiziert werden, da sie kranke Söhne und Träger-Töchter produzieren können. Eine X-chromosomale PRA-Form ist ebenfalls rassenspezifisch.
Pflicht-Tests (Zuchtverband)
- Hereditäre Nephritis
- PRA-XL
- HD-Röntgen
- Augenuntersuchung
Empfohlene klinische Untersuchungen
- HD-Röntgen
- Augenuntersuchung (DOK/ECVO) jährlich
- Nierenwerte (Urin-Protein-Kreatinin-Ratio)
- Schilddrüsenprofil
Pflege
Fell- und Körperpflege
Pflegeaufwand im Überblick
Besondere Pflegehinweise
- Extrem dichtes, weisses Doppelfell - sehr aufwendig in der Pflege
- Während des Fellwechsels enorme Fellmengen - tägliches Bürsen zwingend
- Weisses Fell verfärbt sich schnell - bei Flecken sofort reinigen
- Fell NICHT scheren - zerstört die natürliche Temperaturregulierung
- Charakteristisches 'Samojeden-Lächeln' - Mundwinkelbereiche sauber halten
- Selbstreinigungskraft des Fells - Schmutz fällt nach dem Trocknen oft von selbst heraus
- Auf Hot Spots und Bakterieninfektionen im dichten Fell achten
Haltung
Wohnsituation und Eignung
Wohnen und Alltag
Klimaeignung
Besondere Hinweise
- Extremer Fellwechsel, haart sehr stark
- Weisses Fell braucht Pflege
- Hitzeintolerant, kühle Umgebung notwendig
- Neigt zu Bellen und Jaulen (Singen)
- Sehr sozial, liebt Gesellschaft von Menschen und Hunden
Samojede: häufige Fragen
Antworten auf die wichtigsten Fragen
Wie alt wird ein Samojede?
Ein Samojede wird durchschnittlich 12 bis 14 Jahre alt. Die tatsächliche Lebenserwartung hängt von Gesundheit, Ernährung und Pflege ab.
Samojede: welche Krankheiten sind häufig?
Zu den häufigsten Erkrankungen beim Samojede gehören: Hüftdysplasie, Progressive Retinaatrophie (PRA), Katarakt (Grauer Star), Glaukom (Grüner Star), Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion). Eine gute Tierversicherung deckt diese Behandlungen ab.
Braucht ein Samojede eine Tierversicherung?
Ja, eine Tierversicherung ist für den Samojede empfehlenswert. Grosse Rassen haben oft höhere Tierarztkosten, besonders bei orthopädischen Problemen. Vergleiche jetzt die besten Anbieter.
Wie gross wird ein Samojede?
Der Samojede wiegt ausgewachsen 17 – 30 kg und erreicht eine Schulterhöhe von 50 – 60 cm. Er gehört zur Grössenklasse "Gross".
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