Collie (Langhaar)
Auch bekannt als Schottischer Schäferhund, Langhaar-Collie, Lassie-Hund. Ursprung: Grossbritannien. Steckbrief, rassetypische Gesundheitsrisiken und der passende Schutz.
- 18 – 30 kg
- Gewicht
- 12 – 14 Jahre
- Lebenserwartung
- Grossbritannien
- Ursprung
Steckbrief
Alle wichtigen Fakten zum Collie (Langhaar)
Rassemerkmale
9 Merkmale| Grösse | 51 – 61 cm |
|---|---|
| Gewicht | 18 – 30 kg |
| Lebenserwartung | 12 – 14 Jahre |
| Felltyp | Langhaar |
| Fellfarben | Sable-Weiss Tricolor Blue Merle |
| Herkunft | Grossbritannien |
| Rassegruppe | FCI Gr. 1 · Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde) |
| Grössenklasse | Gross |
| Hypoallergen | Nein |
Geschichte & Herkunft
Der Langhaarcollie stammt aus Schottland und Nordengland, wo er als Hütehund eingesetzt wurde. Königin Victoria entdeckte die Rasse während eines Besuchs in Balmoral und machte sie populär. Weltberühmtheit erlangte die Rasse durch die Fernsehserie und die Filme über die Collie-Hündin Lassie ab den 1940er Jahren.
Charakter & Verhalten
Was den Collie (Langhaar) ausmacht
Wesenszüge im Profil
- Bellen als Ausdruck von Langeweile oder Alarm
- Huettetrieb unbelehrter Kinder oder Haustiere
- Sensibilität gegenüber lauten Geräuschen
- Zurückhaltung gegenüber Fremden
- Überbeschoenheit und Ängstlichkeit bei mangelnder Sozialisierung
- Sanftes, positives Training ohne Schroffheit
- Frühe Sozialisierung mit verschiedenen Menschen
- Hüte- und Treibverhalten in geregelte Bahnen lenken
- Regelmäßige Beschäftigung und Kopfarbeit anbieten
- Ruhetraining und Impulskontrolle fördern
Gesundheit & Risiken
Rassespezifische Gesundheitsinfos
Wichtiger Hinweis
Der Collie hat zwei kritische rassespezifische Gesundheitsprobleme: Der MDR1-Gendefekt betrifft bis zu 70% der Rasse und macht sie tödlich empfindlich gegenüber zahlreichen Medikamenten (Ivermectin, Loperamid, bestimmte Chemotherapeutika und Beruhigungsmittel). Ein MDR1-Gentest ist für jeden Collie zwingend erforderlich. Die Collie Eye Anomaly (CEA) ist eine erbliche Augenerkrankung, die zur Erblindung führen kann. Hereditary Canine Dermatomyositis (HCD) ist eine weitere rassetypische Autoimmunerkrankung mit Haut- und Muskelbeteiligung. Wegen des MDR1-Defekts sollte jeder behandelnde Tierarzt informiert werden.
Häufige Erkrankungen
| Krankheit | Risiko | Häufigkeit | Krankheitsbild öffnen |
|---|---|---|---|
| Collie Eye Anomaly | Hoch | 15 % | |
| Dermatomyositis | Hoch | 5 % | |
| Progressive Retinaatrophie (PRA) | Mittel | 4 % | |
| Katarakt (Grauer Star) | Mittel | 4,5 % | |
| Feline Epilepsie | Mittel | 4 % | |
| Hüftdysplasie | Mittel | 7 % | |
| Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) | Mittel | 4,5 % | |
| OhrenentzüNdung | Mittel | 5,5 % | |
| Degenerative Myelopathie | Niedrig | 2 % | |
| Mdr1 Gen Defekt | Sehr hoch | 70 % |
Häufigste Todesursachen
- Krebs (20.0%)
- Neurologische Erkrankungen (8.0%)
- Herzerkrankungen (7.0%)
- Nierenerkrankungen (5.0%)
- Alter/natürlicher Tod (30.0%)
Empfohlene Vorsorge
- Augenuntersuchung (ECVO, ab 6 – 7 Wochen und jährlich)
- CEA-Gentest (Collie Eye Anomaly)
- MDR1-Gentest (zwingend vor Medikamentengabe)
- PRA-Gentest
- HD-Röntgen (vor Zucht)
- Schilddrüsenwerte (ab 4 Jahren jährlich)
Tierarztkosten
Durchschnittliche jährliche Tierarztkosten
Genetik
Gendefekte und DNA-Tests
Bekannte Gendefekte
| Defekt | Trägerhäufigkeit | DNA-Test | Priorität |
|---|---|---|---|
| MDR1 | 70 % | Ja | Hoch |
| CEA | 60 % | Ja | Hoch |
| MERLE | 30 % | Ja | Hoch |
| DM | 15 % | Ja | Mittel |
| PRA PRCD | 5 % | Ja | Niedrig |
Empfohlene DNA-Tests
Genetische Diversität
Der Collie ist eine der am stärksten von MDR1 betroffenen Rassen. Jeder Collie-Besitzer sollte den MDR1-Status kennen. CEA ist so verbreitet, dass Zucht nur mit freien Tieren die Population stark einschränken würde - daher Träger zulässig, aber nie Träger x Träger.
Pflicht-Tests (Zuchtverband)
- MDR1
- CEA
- Augenuntersuchung (DOK/ECVO)
Empfohlene klinische Untersuchungen
- Augenuntersuchung (DOK/ECVO) jährlich
- HD-Röntgen
- Schilddrüsenprofil
Pflege
Fell- und Körperpflege
Pflegeaufwand im Überblick
Besondere Pflegehinweise
- Langes, prächtiges Doppelfell mit dichter Unterwolle - intensive Pflege erforderlich
- Mähne, Hosen und Fahne am Schwanz neigen besonders zum Verfilzen
- Fell hinter den Ohren und in den Achseln regelmäßig entfilzen
- Fell nicht scheren - zerstört die natürliche Isolierung und Fellstruktur
- Auf genetisch bedingte Augenerkrankungen (CEA, PRA) achten - regelmäßige Augenuntersuchungen
- Bei Merle-Färbung gesondert auf Seh- und Hörprobleme achten
Haltung
Wohnsituation und Eignung
Wohnen und Alltag
Klimaeignung
Besondere Hinweise
- Langes Fell braucht gründliche Pflege mehrmals pro Woche
- Neigt zu MDR1-Gendefekt (Medikamentenunverträglichkeit)
- Hütetrieb kann bei Kindern und Tieren auftreten
- Sensibles Wesen, spricht nicht auf harte Behandlung an
- Kann lärmempfindlich sein
Collie (Langhaar): häufige Fragen
Antworten auf die wichtigsten Fragen
Wie alt wird ein Collie (Langhaar)?
Ein Collie (Langhaar) wird durchschnittlich 12 bis 14 Jahre alt. Die tatsächliche Lebenserwartung hängt von Gesundheit, Ernährung und Pflege ab.
Collie (Langhaar): welche Krankheiten sind häufig?
Zu den häufigsten Erkrankungen beim Collie (Langhaar) gehören: Collie Eye Anomaly, Progressive Retinaatrophie (PRA), Katarakt (Grauer Star), Mdr1 Gen Defekt, Feline Epilepsie. Eine gute Tierversicherung deckt diese Behandlungen ab.
Braucht ein Collie (Langhaar) eine Tierversicherung?
Ja, eine Tierversicherung ist für den Collie (Langhaar) empfehlenswert. Grosse Rassen haben oft höhere Tierarztkosten, besonders bei orthopädischen Problemen. Vergleiche jetzt die besten Anbieter.
Wie gross wird ein Collie (Langhaar)?
Der Collie (Langhaar) wiegt ausgewachsen 18 – 30 kg und erreicht eine Schulterhöhe von 51 – 61 cm. Er gehört zur Grössenklasse "Gross".
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