Alaskan Malamute
Auch bekannt als Malamute, Mally. Ursprung: USA. Steckbrief, rassetypische Gesundheitsrisiken und der passende Schutz.
- 34 – 39 kg
- Gewicht
- 10 – 14 Jahre
- Lebenserwartung
- USA
- Ursprung
Steckbrief
Alle wichtigen Fakten zum Alaskan Malamute
Rassemerkmale
9 Merkmale| Grösse | 58 – 64 cm |
|---|---|
| Gewicht | 34 – 39 kg |
| Lebenserwartung | 10 – 14 Jahre |
| Felltyp | Mittelhaar |
| Fellfarben | Grau-Weiss Schwarz-Weiss Rot-Weiss Sable-Weiss |
| Herkunft | USA |
| Rassegruppe | FCI Gr. 5 · Spitze und Hunde vom Urtyp |
| Grössenklasse | Gross |
| Hypoallergen | Nein |
Geschichte & Herkunft
Der Alaskan Malamute wurde vom Inuit-Stamm der Mahlemuten im nordwestlichen Alaska als Schlittenhund für schwere Lasten gezüchtet. Im Gegensatz zum schnellen Husky ist er auf Ausdauer und Kraft bei langsamer Geschwindigkeit optimiert. Während des Goldrausches in Alaska und der Polarexpeditionen wurden die Hunde hoch geschätzt. Er ist der offizielle Staatshund von Alaska.
Charakter & Verhalten
Was den Alaskan Malamute ausmacht
Wesenszüge im Profil
- Starkes Dominanzverhalten gegenüber anderen Hunden
- Fluchttendenz und Graben unter Zaunen
- Unzuverlässiger Rückruf durch Selbstständigkeit
- Beutejagd bei Katzen und Kleintieren
- Zerstörung von Gegenständen bei Unterforderung
- Konsequente, geduldige Erziehung ohne Zwang
- Sicher eingezäuntes Grundstück erforderlich
- Ausreichend körperliche Auslastung durch Zieharbeiten oder Langlaufen
- Rückruf in abgesicherten Bereichen trainieren
- Frühzeitige und intensive Hundesozialisation
Gesundheit & Risiken
Rassespezifische Gesundheitsinfos
Wichtiger Hinweis
Der Alaskan Malamute ist ein robuster Arbeitshund, dessen Gelenke durch sein hohes Körpergewicht belastet werden. Eine strenge Gewichtskontrolle ist besonders wichtig, um Huft- und Ellbogengelenkdysplasie nicht zu verschärfen. Die Rasse hat eine erbliche Neigung zu einer spezifischen Polyneuropathie (Alaskan Malamute Polyneuropathy), die zu Muskelschwäche führt. Das dichte Fell verdeckt oft Hautprobleme, daher ist regelmäßige Kontrolle notwendig.
Häufige Erkrankungen
| Krankheit | Risiko | Häufigkeit | Krankheitsbild öffnen |
|---|---|---|---|
| Hüftdysplasie | Hoch | 16 % | |
| Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) | Hoch | 7,5 % | |
| Ellbogendysplasie | Mittel | 7,5 % | |
| Arthrose (Osteoarthritis) | Mittel | 14 % | |
| Katarakt (Grauer Star) | Mittel | 5,5 % | |
| Progressive Retinaatrophie (PRA) | Mittel | 3,5 % | |
| Magendrehung (Magendilatation-Volvulus) | Mittel | 4 % | |
| Atopische Dermatitis | Mittel | 5,5 % | |
| Kreuzbandriss (Vorderer) | Mittel | 5 % | |
| Spondylose deformans | Mittel | 11 % | |
| Polyneuropathie | Mittel | 3 % | |
| Feline Epilepsie | Niedrig | 2 % |
Häufigste Todesursachen
- Krebs (26.0%)
- Bewegungsapparaterkrankungen (12.0%)
- Herzerkrankungen (8.0%)
- Magen-Darm-Erkrankungen (6.5%)
- Alter/natürlicher Tod (22.0%)
Empfohlene Vorsorge
- HD/ED-Röntgen (vor Zucht, ab 12 Monate)
- Augenuntersuchung (ECVO, jährlich)
- PRA-Gentest
- Schilddrüsenwerte (ab 3 Jahre jährlich)
- Kreuzbandkontrolle bei Lahmheit
- Regelmäßige Gewichtskontrolle
Tierarztkosten
Durchschnittliche jährliche Tierarztkosten
Genetik
Gendefekte und DNA-Tests
Bekannte Gendefekte
| Defekt | Trägerhäufigkeit | DNA-Test | Priorität |
|---|---|---|---|
| HD POLYGEN | 35 % | Nein | Hoch |
| DM | 12 % | Ja | Mittel |
| PKDEF HUND | 8 % | Ja | Mittel |
| DILUTE ALOPEZIE | 10 % | Ja | Niedrig |
Empfohlene DNA-Tests
Genetische Diversität
Der Alaskan Malamute ist eine robuste Rasse mit moderaten genetischen Risiken. Chondrodysplasie (Zwergwuchs) kommt vor und wird durch eine Mutation im SLC13A1-Gen verursacht. Hunde mit verdünnter Fellfarbe (blau) können an Farbverdünnungsalopezie leiden. Regelmssige Schilddrüsenkontrolle empfohlen.
Pflicht-Tests (Zuchtverband)
- HD-Röntgen
- Augenuntersuchung
Empfohlene klinische Untersuchungen
- HD-Röntgen (FCI oder PennHIP)
- Augenuntersuchung (DOK/ECVO) jährlich
- Schilddrüsenprofil
- Tageslicher Erythrozyten-Phosphofruktokinase-Test bei Bedarf
Pflege
Fell- und Körperpflege
Pflegeaufwand im Überblick
Besondere Pflegehinweise
- Extrem dichtes Doppelfell mit schwerer Unterwolle - sehr aufwendig in der Pflege
- Während des Fellwechsels riesige Fellmengen - tägliches Bürsen unumgänglich
- Fell darf auf keinen Fall geschoren werden - zerstört die natürliche Temperaturregulierung
- Wasserabweisendes Fell hält Schmutz gut ab - Fellreinigung durch regelm. Bürsen
- Auf Hot Spots und Hautinfektionen achten, besonders im feuchten Wetter
- Hose (Beinbehaarung) und Rückenfahne besonders gründlich durchbürsten
Haltung
Wohnsituation und Eignung
Wohnen und Alltag
Klimaeignung
Besondere Hinweise
- Extremer Fellwechsel zweimal jährlich
- Grabt und baut gerne Löcher
- Sehr eigenständig, kein klassischer Gehorsam
- Hitzeintolerant, braucht kühle Umgebung
- In einigen Bundesländern Listenhund
Alaskan Malamute: häufige Fragen
Antworten auf die wichtigsten Fragen
Wie alt wird ein Alaskan Malamute?
Ein Alaskan Malamute wird durchschnittlich 10 bis 14 Jahre alt. Die tatsächliche Lebenserwartung hängt von Gesundheit, Ernährung und Pflege ab.
Alaskan Malamute: welche Krankheiten sind häufig?
Zu den häufigsten Erkrankungen beim Alaskan Malamute gehören: Hüftdysplasie, Ellbogendysplasie, Arthrose (Osteoarthritis), Katarakt (Grauer Star), Progressive Retinaatrophie (PRA). Eine gute Tierversicherung deckt diese Behandlungen ab.
Braucht ein Alaskan Malamute eine Tierversicherung?
Ja, eine Tierversicherung ist für den Alaskan Malamute empfehlenswert. Grosse Rassen haben oft höhere Tierarztkosten, besonders bei orthopädischen Problemen. Vergleiche jetzt die besten Anbieter.
Wie gross wird ein Alaskan Malamute?
Der Alaskan Malamute wiegt ausgewachsen 34 – 39 kg und erreicht eine Schulterhöhe von 58 – 64 cm. Er gehört zur Grössenklasse "Gross".
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